Von seltener Plumpheit der Formen — wie kann man bei einem Naturwesen von Häßlichkeit oder Unschönheit sprechen? — mit großen Warzen vorne am Kopfe, die wie zwei Kartoffeln lose hin und her baumeln, steht der große Keiler breitbeinig im niederen Gras und äugt blinzelnd in die Sonne.

Plötzlich scharrt er kurz mit den Hinterbeinen, dreht sich zweimal um sich selbst, schleudert wie einen Strahl die Erde nach allen Seiten, knickt hinten und vorn ein und bleibt, ein paarmal tiefschnaufend, liegen.

Die andern beiden Schweine schnuppern derweilen weiter auf dem Boden herum, ihre plumpen Nasen mit der hauerbewehrten Schnauze ins Gras steckend, das kleine mit senkrecht gehobenem Schwänzchen grunzend hin und her trabend. —

Wieder hebe ich die Büchse — ein scharfer Knall — der Keiler legt sich langsam auf die Seite und bleibt regungslos liegen. — Blattschuß!

Grunzend, im Schweinsgalopp, gehen die beiden andern ab.

Ein mächtiger alter Eber liegt da vor mir, schwarz, borstig, mit runzeliger Haut, den Bauch mit Erde beschmiert. Morgen wird es an Bord der »Königsberg« Schweinebraten geben!

Seine beiden Gewehre umwachsen in einem fast geschlossenen Halbkreis den Vorderteil seines Schädels und sind an der Außenkante vollkommen abgeschliffen.

Die Sonne hat sich inzwischen tiefer und tiefer gesenkt, schräg fallen ihre Strahlen durch die dampfende, über der langsam abkühlenden Erde liegenden Luft.

Ich lasse einen meiner Begleiter hier zurück, um Wache zu halten, bis von Bord geschickte Träger die Beute abholen, und mache mich mit Musa auf den Heimweg.

Wir wählen die direkte Richtung, umschreiten den nahen Busch und schieben uns gemächlich durch die dahinterliegende hohe Grassteppe.