Viel Gestrüpp, Lianen und Unterholz. Wir kommen nur langsam vorwärts. Musa muß fleißig von dem Buschmesser Gebrauch machen.
Um ihm seine Arbeit zu erleichtern, trage ich mein Gewehr selbst und trotte Schritt für Schritt hinter ihm drein.
Wir steigen in eine kleine Geländefalte nieder, mit Händen und Füßen Zweige, Äste und Schlingpflanzen auseinanderbiegend und niedertretend.
Plötzlich bleibt Musa wie angewurzelt stehen, duckt sich, dreht sich nach mir um und sagt mit entgeistertem Gesicht nach vorn zeigend:
»Simba — ein Löwe!«
Nun war es auch an mir, meine Ruhe zu verlieren. Dieser Zufall, dieses Glück — gleich am ersten Tage einen Löwen vor die Büchse zu bekommen.
»Wo?«
»Da vorn neben dem Busch, man sieht nur seine Hinterschenkel!«
Aufgeregt nehme ich mein Glas. Richtig — dort vorn sehe ich einen mächtigen, gelben Hinterschenkel und eine lange Rute, die gerade mit einem Schlage das Gras peitscht. Alles andere ist vom Busch verdeckt.
Kein Zweifel — ein Löwe!