Schon nach kurzer Zeit treiben ihn die Verwesungsgase nach oben und, die vier Stummelbeine wie anklagend gegen den Himmel gestreckt, erscheint der dickwanstige Kadaver an der Oberfläche, mit dem zurückströmenden Flutwassern flußaufwärts treibend.

Er segelt geradenwegs auf die Sandbank zu, die wieder den Anblick bietet, wie eine Sonnenbadeanstalt für Krokodile. — Wir langsam im Einbaum hinterher! —

Klatschend verschwinden die Echsen.

Die Strömung macht hier eine scharfe Wendung, und so wird denn der in seiner Aufgedunsenheit jetzt doppelt ungeschlachte Körper durch den Schwung seiner eigenen Bewegung hinaufgeschoben. Wir springen aus dem Tumbi und im Verein mit dem schnellströmenden Wasser, das jetzt fast seine höchste Höhe erreicht und die Sandbank ganz überflutet hat, gelingt es uns, unsere Beute bis an das dichte Gebüsch des Steppenrandes zu ziehen, wo wir die massiven Beine mit Stricken fest an gedrungene, kurze Baumstümpfe binden.

Um die Jagdtrophäe, den Kopf, zu bekommen, der jetzt zu unterst hängt, müssen wir noch etwa eine Stunde warten, bis das Wasser wieder so weit abgelaufen ist, daß der Schädel frei liegt, um ihn abnehmen zu können.

Ich setze mich ins Gras, während meine beiden schwarzen Ruderer den Einbaum heraufziehen und sich die Zeit damit vertreiben, das arme, schon allmählich stinkende Flußpferd zu verspotten, daß es so dumm gewesen, sich erwischen zu lassen.

Von meinem Platze aus kann ich gerade die Masten der »Königsberg« und den vorderen Scheinwerfer erkennen. Die ab und zu umspringende Brise weht den Schall von langhingezogenen Kommandorufen herüber. Ein Kutter wird aufgeheißt. —

Die Brise wird stärker und kräuselt die Oberfläche des Flusses, der jetzt nach kurzer Zeit der Stauung sich wieder seewärts bewegt.

Mehr und mehr tritt die weißliche Bauchseite des Flußpferdes zutage, die, von starken Runzeln durchzogen, sich über den dicken, jetzt aufgedunsenen Leib spannt. Die mächtigen Fettdrüsen werden sichtbar, die Farbe der Haut nimmt nach dem Rücken zu eine dunklere bis ins Schwarzbraun gehende Färbung an.

Weiter fällt das Wasser! — Endlich wird der riesige Hals frei.