[331] Vide auch Högyes, „Ueber den Verlauf der Athembewegungen während der Erstickung“. Arch. f. experim. Path. 1876, und Stricker, Vorlesungen über allgemeine und experimentelle Pathologie. 1877, I, 177.
[332] Eine Reihe anderer derartiger Beobachtungen haben wir in der Wiener med. Presse, 1878, Nr. 11–12, zusammengestellt.
[333] Vide E. Hofmann, Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XXV, pag. 231; Eberty, Ebenda. 1892, III, pag. 175: Samenerguss mit Erection noch 4–6 Stunden nach dem Tode, und Heel, Ueber postmortale Ejaculationen. Dissert. Würzb. 1893.
[334] Kotelevski, Hoppe-Seyler u. A. Vide auch unsere Leichenerscheinungen. Eine Ausnahme macht der Tod durch Luftembolie, wie er namentlich nach Verletzungen der Halsvenen und post partum von den Uterusvenen aus erfolgen kann. Das Blut erscheint dann in den Luftblasen enthaltenden Gefässgebieten, besonders, wie wir erst unlängst bei einer Puerpera sahen, im rechten Herzen hellroth.
[335] Ueber das „Verhalten von Blutergüssen in serösen Höhlen“ hat Penzoldt (Arch. f. klin. Med. XVIII, pag. 642) interessante Versuche angestellt, welche ergaben, dass das in die Pleurahöhle und in den Bauchfellsack ergossene Blut nicht sofort gerinnt, sondern einige Zeit, selbst bis 24 Stunden, flüssig bleibt.
[336] Neuere Untersuchungen über die Ursache des Flüssigbleibens des Blutes bei der Erstickung und anderen Todesarten bringt Corin in der oben ([pag. 369]) citirten Arbeit.
[337] Experimentalpathologisches über das Lungenödem von Welch und S. Mayer s. Med. Centralbl. 1878, pag. 726. Wie schon Haller angab, hört das rechte Herz später zu schlagen auf als das linke und davon wurde auch die Häufigkeit des Lungenödems am Leichentische hergeleitet. F. Falk, Zur Pathogenese des Lungenödems (Virchow’s Archiv. 1883, XCI) scheint sich dieser Anschauung anzuschliessen, indem er zwei Fälle von Herzverletzung (Schuss des linken, Ruptur des rechten Ventrikels) bei jungen, gesunden Männern nebeneinanderstellt, die beide innerhalb ¼ Stunde zum Tode führten und hervorhebt, dass im ersten Falle Lungenödem, im zweiten aber keines gefunden wurde.
[338] Ueber diese Erscheinung vide insbesondere die Arbeit von Betzold und Gscheidlen: „Die Locomotion des Blutes durch die glatten Muskelfasern der Gefässe.“ Unters. aus dem Würzburger physiol. Laborat. 1867, II, Heft 347.
[339] Aehnliche Angaben in Virchow’s „Sectionstechnik“, 1876, pag. 38. Nach Strassmann’s Untersuchungen („Die Todtenstarre am Herzen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1889, XLI, pag. 300) findet sich auch bei Erstickung, Blausäurevergiftung und mancher anderen gewaltsamen Todesart, selbst bei der Strychninvergiftung unmittelbar nach dem Tode das Herz beiderseits in Diastole, weich und blutgefüllt, ebenso wie bei dem Tode durch primäre Herzlähmung. Durch die Todtenstarre ändert sich aber dieses Verhältniss auch bei primärer Herzlähmung (wenn diese nicht durch parenchymatöse Degeneration veranlasst wurde) wesentlich, indem man dann den linken Ventrikel fest contrahirt und grösstentheils oder ganz seines Inhaltes entleert findet.
[340] Doch können solche wie Suffusionen aussehende Blutungen auch erst bei der Herausnahme der Brustaorta aus den dabei durchtrennten Gefässen, insbesondere den Intercostalarterien, entstehen.