Fig. 24.

Hymen mit oberem stachelartig vorragendem Septumrudiment.

Fig. 25.

Hymen mit oberem und unterem Septumrudiment.

Auch niedere Grade einer solchen Ueberbrückung der Hymenöffnung kommen zur Beobachtung. So haben wir mehrmals Fälle gefunden und in unserem Museum aufgestellt, bei welchen entweder von dem unteren ([Fig. 20], [21] und [22]) oder vom oberen ([Fig. 23] und [24]) Hymensaum zapfenartige Fortsätze in das Lumen der Hymenöffnung hineinragten[58], während in anderen sowohl von der oberen als von der unteren Hymenperipherie ein solcher Zapfen abging ([Fig. 25]). Den Uebergang zu letzterer Hymenform bilden die Fälle, wo das Septum zwar vollständig, aber in der Mitte sanduhrförmig verdünnt ist. In einem unserer Präparate ragt von oben und von unten ein konischer Zapfen in das Lumen der Hymenöffnung und die Spitzen beider sind durch einen dünnen Faden verbunden. Dass solche Rudimente eines Hymenseptums mitunter zu langen polypenartigen Bildungen auswachsen können, zeigt [Fig. 26], welche wir einer interessanten russischen Arbeit über die Hymenformen von L. Mierzejewski[59] entnehmen.

Noch niedere Reste der Brücke finden sich an den meisten Scheidenklappen und wir betrachten als solche einen dreieckigen mit der Basis von der hinteren Columna rugarum des Scheideneinganges abgehenden Pfeiler, welcher, mit der hinteren Wand des unteren Hymentheiles verwachsen, letzterem gleichsam als Stütze dient. Nicht selten gabelt sich die Columna rugarum an ihrem untersten Ende und gibt dann zwei, unter einem spitzen Winkel abgehende Pfeiler an die Hinterfläche des Hymen ab.

Fig. 26.