Martin überlegte, dann nickte er mit dem Kopf, führte Deborah's Hand an seine Lippen und kehrte nach Hause zurück, wo er einen kurzen Brief an Sindel schrieb.
Eine Stunde später erschien Bierkopf pustend und brachte ihm, begleitet von mehreren Arbeitern aus der Fabrik, zehn Säcke, von denen jeder tausend Mark enthielt.
Und wieder eine Stunde später klopfte Martin Friedlieb an Sindel's Thüre.
»Was wollen Sie denn noch?« fragte Sindel, »haben Sie Ihre zehntausend Mark nicht bekommen?«
»Nein,« erwiderte Martin und warf einen Thaler auf Sindel's Tisch, der einen dumpfen Klang gab.
»Dieser Thaler ist falsch.«
Sindel nahm den Thaler, musterte ihn mit Hülfe seines Glases, liess ihn auf dem Tische klingen und sagte endlich: »Ja, der Thaler ist falsch.« Dann sah er Martin lange an, ohne ein Wort zu sprechen.
»Herr Sindel, meine Zeit ist kostbar.«
»Meine auch,« sagte der Fabrikant, »damit imponiren Sie mir gar nicht, aber was mich vollständig umgeworfen hat, das ist dieser Thaler. Hören Sie, ein so arger Verschwender sind Sie doch nicht, sonst hätten Sie das Geld ungezählt genommen, und da ich nun einmal keine rothgeweinten Augen sehen mag, so sollen Sie den Thaler haben und das Mädchen dazu.«