Vergebens entwickelte Leonore ihre ganze Beredsamkeit, vergebens vergoss Deborah Thränen, Sindel blieb fest.

Am folgenden Tage kam Aaron Bierkopf, das Faktotum Sindel's, zu Martin.

»Ich bringe einen Vorschlag zur Güte,« sprach er, mit seinem ganzen dicken rothen Gesichte lachend, »da Sie nun einmal dem Mädchen den Kopf verdreht haben, so müssen Sie ihn wieder zurechtsetzen. Deshalb will Herr Sindel Ihnen zehntausend Mark geben unter der Bedingung, dass Sie auf seine Tochter verzichten.«

»Niemals!«

»Warum niemals? Das Mädchen bekommen Sie doch nicht und zehntausend Mark ist ein schönes Stück Geld.«

»Mag sein. Ich liebe Deborah und verkaufe mein Lebensglück nicht für zehntausend Millionen.«

Bierkopf zog kopfschüttelnd ab.

Martin nahm seinen Hut und ging zu Sindel, er wollte Deborah noch einmal sprechen und dann die Stadt verlassen. Als er die Treppe emporstieg, flog sie ihm entgegen.

»Nehmen Sie doch das Geld an,« sagte sie rasch, »mit dieser Summe werden Sie sich eine Stellung machen und wenn Sie erst Professor sind, wird mein Vater schon einwilligen. Ich heirathe doch keinen Anderen.«