»Nein, alles nicht«, sprach Karola leise, »die Liebe nicht und nicht das Glück.«

Förenskjöld stand auf, und während er sich an den Kamin lehnte, trat die arme, bleiche Frau vor ihn hin und ergriff von neuem seine Hände.

»Siegfried, vergeben Sie mir«, murmelte sie, »auch ich könnte Ihnen eine Geschichte erzählen von einer Frau, die der Reichthum, die der Luxus geblendet hat und die inmitten rauschender Feste wie eine Todte wandelte mit ihrem Herzen. Sie hat Unrecht gethan, diese Frau, auch sich, sich am meisten, aber sie hat auch gebüsst, an der Seite eines ungeliebten Gatten, umgeben von den Nichtigkeiten der Gesellschaft und dann in der freudenlosen Einsamkeit ihrer Wittwenjahre.

Das Licht ihrer Nächte war die Erinnerung, die Hoffnung.

Wenn Sie finden, Siegfried, dass sie nicht genug bereut, nicht genug gebüsst hat, sprechen Sie es aus, sie wird fortfahren, zu entsagen und zu lieben, aber nehmen Sie ihr die Hoffnung nicht.«

»Was verlangen Sie von mir, Karola?«

»Vergebung.«

»Ich soll Sie also vergessen?«

»Nein, nein,« rief die junge Frau; sie machte eine Bewegung, als wollte sie ihm zu Füssen fallen, »ich gehöre Ihnen, ich habe immer Ihnen gehört, nur Ihnen, stossen Sie mich nicht zurück, rauben Sie mir nicht die Hoffnung.«

»Und was hoffen Sie noch, Karola?«