Da stellte sich ihr der Baron Meyerbach vor, und bot sich an, die Sache zu arrangiren.

Meyerbach war ein intelligenter Mensch mit einem guten Herzen und einer offenen Börse, aber die ungarische Aristokratie nahm ihn dennoch nicht in ihre intimen Kreise auf, aus dem einfachen Grunde, weil er Jude war.

»Haben Sie denn wirklich so viel Einfluss?« fragte die Gräfin erstaunt.

»Fragen Sie mich nicht, wie ich verfahren werde, Gräfin«, erwiderte der Baron, »genug, ich bin des Erfolges vollkommen sicher.«

»Und was verlangen Sie von mir für diesen Dienst?«

»Nichts, als dass Sie während zweier Wochen täglich eine Stunde mit mir in der Waitzner Gasse promeniren, täglich eine Stunde in meiner Gesellschaft auf dem Eisplatz im Stadtwäldchen zubringen und sich jeden Abend an meiner Seite in einem anderen Theater sehen lassen.«

»Das ist alles?«

»Alles.«

Die Gräfin that alles, was der Baron verlangt hatte.