Nachts hörte er Stimmen, die ihm Trost zusprachen, und eine weisse Gestalt schien vor ihm zu schweben, und ihm den Weg zu weisen, ein Engel des Himmels.
Und endlich, am Morgen, die Mauern der heiligen Stadt.
Jerusalem!
Galeb Jekarim warf sich auf sein Antlitz nieder und küsste die geweihte Erde, dann erhob er sich und schritt eilig vorwärts. Er fühlte keine Mattigkeit mehr, keinen Hunger, keinen Durst. Goldene Kuppeln glänzten im Morgenlicht. Auf seinem Wege waren jetzt Obstbäume, ein Wald von Kakteen, rothe, flammende Blüthen und ein frisches Grün, hier eine Flur von Anemonen, Skabiosen, Schwertlilien, dort ein Hain von grossen, farbigen Disteln. Ueber ihm leuchtete der reine Himmel und um ihm war diese balsamische Luft, der Duft der Rosen und Trauben von Kanaan.
Jerusalem!
Er blickte nicht rechts, nicht links, er eilte vorwärts.
Noch hundert Schritte!
Da war die heilige Mauer, ein Rest jener hohen, mächtigen Terrassen, auf denen einst der Tempel gestanden hatte.
Am Fusse dieser Mauer sank der Pilger hin.