„Wer sagt dir, daß er mich nicht liebt!“ unterbrach sie mich heftig.
„O! sei mein,“ flehte ich, „sei mein! Ich kann ja nicht mehr sein, nicht leben ohne dich. Hab doch Erbarmen, Wanda, Erbarmen!“
Sie sah mich an, und jetzt war es wieder jener kalte, herzlose Blick, jenes böse Lächeln.
„Du sagst ja, daß er mich nicht liebt,“ sprach sie höhnisch; „nun gut, tröste dich also damit.“ Zugleich wendete sie sich auf die andere Seite und kehrte mir schnöd’ den Rücken.
„Mein Gott, bist du denn kein Weib aus Fleisch und Blut, hast du kein Herz wie ich!“ rief ich, während sich meine Brust wie im Krampfe hob.
„Du weißt es ja,“ entgegnete sie boshaft, „ich bin ein Weib aus Stein, ‚Venus im Pelz‘, dein Ideal, knie nur und bete mich an.“
„Wanda!“ flehte ich, „Erbarmen!“
Sie begann zu lachen. Ich drückte mein Gesicht in ihre Polster und ließ die Tränen, in denen sich mein Schmerz löste, herabströmen.
Lange Zeit war alles stille, dann richtete sich Wanda langsam auf.