„Mut?“
„Ja den Mut überhaupt, eine Frau zu nehmen, und insbesondere mich?“ Sie hob den Pantoffel in die Höhe. „Haben Sie sich so schnell mit diesem da befreundet? Aber Scherz beiseite. Wollen Sie mich wirklich heiraten?“
„Ja.“
„Nun, Severin, das ist eine ernste Geschichte. Ich glaube, daß Sie mich lieb haben und auch ich habe Sie lieb, und was noch besser ist, wir interessieren uns für einander, es ist keine Gefahr vorhanden, daß wir uns so bald langweilen, aber Sie wissen, ich bin eine leichtsinnige Frau, und eben deshalb nehme ich die Ehe sehr ernst, und wenn ich Pflichten übernehme, so will ich sie auch erfüllen können. Ich fürchte aber — nein — es muß Ihnen wehe tun.“
„Ich bitte Sie, seien Sie ehrlich gegen mich,“ entgegnete ich.
„Also ehrlich gesprochen. Ich glaube nicht, daß ich einen Mann länger lieben kann — als —“ sie neigte ihr Köpfchen anmutig zur Seite und sann nach.
„Ein Jahr.“
„Wo denken Sie hin — einen Monat vielleicht.“
„Auch mich nicht?“
„Nun Sie — Sie vielleicht zwei.“