„Laß mich — du bist kein Mann —“
„Und du!“ brauste ich auf.
„Ich bin eigensinnig,“ sagte sie, „das weißt du. Ich bin nicht im Phantasieren stark und im Ausführen schwach wie du; wenn ich mir etwas vornehme, führe ich es aus, und um so gewisser, je mehr Widerstand ich finde. Laß mich!“
Sie stieß mich von sich und stand auf.
„Wanda!“ Ich erhob mich gleichfalls und stand ihr Aug’ in Auge gegenüber.
„Du kennst mich jetzt,“ fuhr sie fort, „ich warne dich noch einmal. Du hast noch die Wahl. Ich zwinge dich nicht, mein Sklave zu werden.“
„Wanda,“ antwortete ich bewegt, mir traten Tränen in die Augen, „du weißt nicht, wie ich dich liebe.“
Sie zuckte verächtlich die Lippen.
„Du irrst dich, du machst dich häßlicher, als du bist, deine Natur ist viel zu gut, zu nobel —“