„Sind Zimmer da?“ fragt sie den Portier.

„Ja, Madame.“

„Zwei für mich, eines für meinen Diener, alle mit Öfen.“

„Zwei elegante, Madame, beide mit Kaminen für Sie,“ entgegnete der Garçon, der herbeigeeilt ist, „und eines ohne Heizung für den Bedienten.“

„Zeigen Sie mir die Zimmer.“

Sie besichtigt sie, dann sagt sie kurzweg: „Gut. Ich bin zufrieden, machen Sie nur rasch Feuer, der Diener kann im ungeheizten Zimmer schlafen.“

Ich sehe sie nur an.

„Bringe die Koffer herauf, Gregor,“ befiehlt sie, ohne meine Blicke zu beachten, „ich mache indes Toilette und gehe in den Speisesaal hinab. Du kannst dann auch etwas zu Nacht essen.“

Während sie in das Nebenzimmer geht, schleppe ich die Koffer herauf, helfe dem Garçon, der mich über meine „Herrschaft“ in schlechtem Französisch auszufragen versucht, in ihrem Schlafzimmer Feuer machen und sehe einen Augenblick mit stillem Neide den flackernden Kamin, das duftige, weiße Himmelbett, die Teppiche, mit denen der Boden belegt ist. Dann steige ich müde und hungrig eine Treppe hinab und verlange etwas zu essen. Ein gutmütiger Kellner, der österreichischer Soldat war und sich alle Mühe gibt, mich deutsch zu unterhalten, führt mich in den Speisesaal und bedient mich. Eben habe ich nach sechsunddreißig Stunden den ersten frischen Trunk getan, den ersten warmen Bissen auf der Gabel, als sie hereintritt.