„Ist das nicht sonderbar? Ist das nicht, um verrückt zu werden? Eine Gestalt, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann?“
John Crofton lächelte.
„Die Erklärung, meine ich, ist sehr einfach, Romulus. Diese Gestalt ist kein gewöhnliches Lebewesen, das steht fest. Sonst würde es ihr nicht möglich sein, durch verschlossene Türen und Fenster in den Ahnensaal einzudringen. Ebenso sicher ist es aber, daß sie eine besondere Vorliebe für dich besitzt, sonst würde sie nicht die Nächte vor deinem Bilde zubringen.“
Romulus Futurus, durch diese Auskunft, die seine eigenen Empfindungen und Hoffnungen bestätigte, aufs höchste erregt, ging mit großen Schritten in dem Raume auf und nieder.
„Aber, was ist da zu tun?“ rief er, verzweifelt die Hände ringend.
„Was ist da zu tun, John? Diese Erscheinung erschreckt mich im höchsten Grade, während sie zugleich in den Tiefen meiner Seele etwas aufwühlt, das mich in die größte Unruhe versetzt. Ich muß dieses Phänomen sehen! Willst du mir behilflich sein, John, daß ich einen Zeugen habe und meinen eigenen Augen nicht mißtrauen muß?“
Der Freund nickte.
„Mit Vergnügen, Romulus!“
Die beiden verabredeten also, daß sie in der nächsten Nacht in dem großen Ahnensaale wachen wollten,
während Romulus Futurus zu gleicher Zeit wieder seine lichtempfindliche Platte in dem Apparat dem Bilde gegenüber in Bereitschaft setzte.