„Ja, ja, es ist wahr! Ich habe sie in magnetischen Schlaf versetzt, ich habe ihr befohlen, zu schlafen, immer zu schlafen und nichts mehr zu wissen, und nun — nun ist es zu spät — ich habe den rechten Augenblick versäumt — sie ist tot, tot!“
Romulus Futurus schüttelte den Schwächling, daß sein Kopf hin und her gegen die Wand schlug.
„Warum?“ schrie er mit furchtbarer Stimme, während der Wahnsinn aus seinen eigenen Augen brach, „warum?“
„Weil ich sie liebte, und weil sie gestand, daß ihr Herz einem anderen gehörte, an den sie immerfort dächte, daß sie nur einen lieben könne, nur einen . . .“
„Wen? Wen? Sprich!“
„Sie sprach von Romulus Futurus,“ ächzte Doktor Diabel.
Romulus Futurus reckte und dehnte sich wie ein Gigant. Er war furchtbar anzusehen, und John Crofton erkannte mit Angst und Schrecken, daß sein Freund irrsinnig geworden war.
„Mich hat sie geliebt! Mich! Verstehst du, John? Crofton? Begreifst du alles? Dieser Schurke hat die Fürstin in einen magnetischen Schlaf versetzt, und ihre Seele wandelte frei umher und flüchtete zu dem, den sie liebte, während der Körper hier in den Fesseln des Magnetismus lag. Ihre Seele habe ich gesehen, und so
habe ich mich in sie verliebt! Ich kann nicht mehr leben ohne sie!“
Er wandte sich um. Mit seinem breiten Körper versperrte er den Ausgang. Dann riß er den Leichnam der Fürstin Angelika aus den Kissen, hob sie in die Luft, daß das weiße, seidene Nachtkleid an ihrem Körper auf den Teppich niederfloß, und rief: