„Das kümmert mich wenig,“ erwiderte der Doktor, „ein Seeräuber meiner Bekanntschaft heißt so, ich gebe Euch der Einfachheit halber seinen Namen und sage Euch folgendes: Ein Glas Rum wird Euch nicht umbringen, aber wenn Ihr immer wieder noch eines und noch eines trinkt, so gebe ich Euch meine Perücke zum Pfande, daß Ihr bald hin seid. Hin, versteht Ihr wohl? Und jetzt, auf! Ich will Euch für heute ins Bett helfen.“
Endlich gelang es uns mit vereinten Kräften ihn die Treppe hinauf zu bringen und wir legten ihn auf sein Bett. Sein Kopf fiel kraftlos in die Kissen und er war einer Ohnmacht nahe.
„Nun merkt es Euch,“ sagte der Doktor, „ich sage es Euch aus Gewissenhaftigkeit — Rum ist der sichere Tod für Euch!“
Und damit nahm er mich am Arm und wir gingen zu meinem Vater.
„Das ist gar nichts“, sagte er, als ich die Tür hinter uns geschlossen hatte. „Ich habe ihm hübsch viel Blut abgezapft und er wird schon eine Weile Ruhe halten. Er sollte eine Woche so ruhig liegen bleiben, das wäre das beste für Euch und auch für ihn — aber noch so ein Schlaganfall und es ist aus!“
Drittes Kapitel
Der schwarze Fleck
Um die Mittagszeit ging ich mit kühlenden Getränken und Medizin zum Kapitän hinauf. Er lag ungefähr so, wie ich ihn verlassen hatte, nur etwas höher und war matt und dabei erregt.
„Jim,“ sagte er, „du bist der einzige hier, der was wert ist, und du weißt, ich hab dich immer gut behandelt. Jeden Monat hast du dein silbernes Vierpennystück bekommen. Und jetzt, siehst du, mein Freund, geht’s mir gar nicht gut, und alle haben mich verlassen, Jim! Willst du mir ein Gläschen Rum bringen? Nicht wahr ja, Freundchen?“
„Der Doktor —“ begann ich.