Inzwischen war ich zur Tür gekommen und hatte mich aufgerichtet. Drinnen war alles dunkel und ich konnte keine Einzelheiten ausnehmen. Man hörte nur das einförmige Schnarchen und manchmal ein kleines Geräusch wie Geflatter oder Picken, das ich mir absolut nicht erklären konnte.
Mit ausgestreckten Armen ging ich langsam hinein. Ich wollte mich auf meinen Platz legen und (dachte ich mit innerem Lachen) mich über ihre Gesichter freuen, wenn sie mich am Morgen dort fänden. Da stieß mein Fuß auf etwas — es war das Bein eines Schläfers. Er wandte sich um und seufzte, doch ohne zu erwachen. Plötzlich kreischte eine schrille Stimme aus der Dunkelheit heraus:
„Goldstücke! Goldstücke! Goldstücke! Goldstücke! Goldstücke!“ und ohne Pause immerfort weiter wie das Klappern einer kleinen Mühle.
Silvers grüner Papagei, Kapitän Flint! Ihn hatte ich an einem Stück Rinde picken gehört, er, der besser Wache hielt als irgendein menschliches Wesen, hatte so mein Kommen mit seinem eintönigen Ruf gemeldet.
Ich hatte keine Zeit mich zu fassen, denn vom scharfen, schneidenden Ruf des Papageies erwachten die Schläfer und sprangen auf. Mit einem wilden Fluch rief Silver:
„Wer da?“
Ich wendete mich zur Flucht, stieß heftig gegen einen Mann, wich zurück und rannte geradewegs in die Arme eines zweiten hinein, der mich packte und festhielt.
„Bring’ eine Fackel, Dick“, sagte Silver, als ich nun gefangen war.
Und einer der Männer verließ das Blockhaus und kehrte sofort mit einer brennenden Fackel zurück.