Silver machte mit seinem Kompaß während der Rast verschiedene Aufnahmen.

„Da sind drei hohe Bäume,“ sagte er, „ungefähr in der bezeichneten Richtung von der Skelettinsel. ‚Fernrohrabhang,‘ damit wird wohl der tiefere Punkt dort gemeint sein. Es ist ein Kinderspiel, die Geschichte jetzt zu finden. Ich möchte beinahe vorher mittagessen.“

„Mir vergeht der Hunger, wenn ich an Flint denke — als ob’s mir passiert wäre —!“

„Ja, mein Sohn, du kannst dem Himmel danken, daß er tot ist“, sagte Silver.

„Er war ein häßlicher Teufel!“ rief ein dritter Seeräuber schaudernd. „Ganz blau im Gesicht!“

„Das hat der Rum aus ihm gemacht,“ fügte Merry hinzu, „ja, ganz blau war er, das ist richtig.“

Seit der Auffindung des Skeletts hatten sie angefangen immer leiser zu sprechen, so daß das Geräusch ihrer Reden das Schweigen des Waldes kaum unterbrach. Und jetzt, ganz plötzlich, ertönte aus einer Baumgruppe vor uns eine dünne, hohe, zitternde Stimme, die das wohlbekannte Lied sang:

„Fünfzehn Mann auf des toten Manns Kiste —
Jo-hoho — Und ein Fläschchen Rum!“

Niemals habe ich ein wilderes Entsetzen gesehen, als jetzt das der Seeräuber. Ihre Gesichter entfärbten sich, ein paar sprangen auf die Füße, andere klammerten sich an die Kameraden an, Morgan warf sich zu Boden.

„Es ist Flint, zum —!“ schrie Merry. Plötzlich brach das Lied mitten in einem Tone ab, so, als ob jemand dem Sänger den Mund zugehalten hätte. Mir klang es, wie es durch die klare sonnige Luft zwischen den grünen Baumwipfeln ertönte, heiter und lieblich, um so seltsamer schien mir die Wirkung auf meine Gefährten.