„John Silver,“ sagte er, „Ihr seid ein unglaublicher Schurke und Schwindler — ein monströser Schwindler, Herr. Man sagte mir, daß ich Euch nicht verfolgen lassen solle. Gut, ich werde es nicht tun. Doch die Toten, Herr, hängen an Eurem Halse wie Mühlsteine.“
„Vielen Dank, Herr“, erwiderte der lange John, neuerlich grüßend.
„Ihr wagt es noch, mir zu danken!“ schrie der Squire. „Ich begehe eine große Pflichtverletzung. Aus meinen Augen!“
Darauf betraten wir alle die Höhle. Sie war hoch und luftig, enthielt eine kleine Quelle und einen kleinen Teich reinen Wassers, der mit Farnkräutern überhangen war. Der Boden bestand aus Sand. Vor einem großen Feuer lag Kapitän Smollett und in einem entfernten Winkel, der nur schwach vom Feuerschein beleuchtet wurde, sah ich große Haufen Goldmünzen und viereckig aufgebaute Stöße von Goldbarren. Das war Flints Schatz, den zu suchen wir so weit hergekommen waren, und der nun schon siebzehn Menschen von der Hispaniola das Leben gekostet hatte. Wieviele er verschlungen hatte, als er aufgehäuft wurde, wieviel Blut und Kummer, wieviel gute Schiffe auf den Meeresgrund versenkt wurden, wieviel tapfere Männer mit verbundenen Augen den Untergang fanden, wieviel Kanonenschüsse, wieviel Schande, Lüge und Grausamkeit da mitaufgehäuft lagen, konnte wohl kein Lebender erzählen. Doch drei waren jetzt auf unserer Insel — Silver, der alte Morgan und Ben Gunn —, die jeder einen Anteil an diesen Verbrechen gehabt hatten, da jeder von ihnen, wenn auch vergeblich, gehofft hatte, den Lohn einzuheimsen.
„Komm herein, Jim,“ sagte der Kapitän, „du bist in deiner Art ein guter Junge. Aber ich glaube nicht, daß wir zwei wieder zusammen auf die See gehen werden, für mich bist du zu sehr Protektionskind.
Seid Ihr das, John Silver? Was bringt Euch her, Mann?“
„Ich bin zu meiner Pflicht zurückgekehrt, Herr“, erwiderte Silver.
„Ah!“ sagte der Kapitän. Das war alles, was er sagte.