„Sehr möglich,“ erwiderte Kapitän Smollett. „Vorsichtig damit, Leute — vorsichtig.“ Er lief nach vorne zu den Matrosen, die die Pulverkisten aufhoben, und plötzlich, als er bemerkte, daß ich die Drehbrasse, eine lange Erzkanone betrachtete, die man ins Mittschiff hinübertrug, rief er: „He, Schiffsjunge, fort von da. Hinunter mit dir zum Koch und laß dir eine Arbeit geben!“

Und beim Hinunterlaufen hörte ich ihn ganz laut zum Doktor sagen:

„Ich mag keine Protektionskinder auf meinem Schiff!“

Ich kann versichern, daß ich vollständig die Ansicht des Gutsherrn über den Kapitän teilte und ihn tief haßte.


Zehntes Kapitel
Die Seereise

Die ganze Nacht waren wir eifrig beschäftigt alles auf seinen Platz zu verstauen, während ganze Bootladungen von Freunden des Squires, Herr Blandly und andere, kamen, um uns eine gute Fahrt und eine glückliche Heimkehr zu wünschen.

Wir hatten im „Admiral Benbow“ nie eine Nacht gehabt, in der ich so viel arbeiten mußte, und ich war hundemüde, als kurz vor Sonnenaufgang der Bootsmann seine Pfeife ertönen ließ und die Mannschaft zu den Gangspills eilte. Doch selbst wenn ich zweimal so müde gewesen wäre, hätte ich das Deck nicht verlassen wollen. Alles war so neu und interessant für mich — die kurzen Befehle, der schrille Ton der Pfeife, die Matrosen, die sich beim Flackern der Schiffslaternen an ihre Plätze drängten.

„Nun, Barbecue! Stimm’ uns ein Lied an“, rief eine Stimme. „Das alte Lied“, schrie ein anderer. „Kameraden!“ sagte der lange John, der dabei stand, und sogleich stimmte er das Lied an, das ich so gut kannte.