Denn eben jetzt erscholl, trotzdem noch ein oder zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang fehlten, Kanonendonner, der auf der ganzen Insel widerhallte.

„Der Kampf hat begonnen!“ rief ich, „folgt mir!“ Und ich rannte gegen den Ankerplatz zu und hatte meine ganze Angst vergessen. An meiner Seite lief leicht und behende der ausgesetzte Mann in seinen Ziegenhäuten.

„Links, links!“ sagte er. „Haltet Euch links, Kamerad Jim, in den Schatten mit Euch! Hier habe ich meine erste Ziege getötet, hierher kommen sie nicht, da fürchten sie sich zu sehr vor Benjamin Gunn. Da, hier ist der Gräbegnisort“ — er meinte natürlich Begräbnisort — „seht Ihr die Gräber, ich komme manchmal her, hie und da, wenn ich glaube, heut könnte es Sonntag sein. Es ist ja eigentlich keine Kapelle, aber es schaut hier doch feierlicher aus, und dann sagt Ihr ihm Ben Gunn war recht schlecht dran — keinen Pfarrer, nicht einmal eine Bibel und keine Fahne, müßt Ihr sagen.“

So schwätzte er beim Laufen weiter und erwartete weder noch erhielt er eine Antwort.

Dem Kanonenschuß folgte nach einer beträchtlichen Pause eine Salve Kleingewehrfeuer, wieder eine Weile Stille, und dann sah ich plötzlich, keine Viertelmeile vor mir, über einem Wäldchen die britische Flagge in der Luft flattern.


Vierter Teil
Das Blockhaus