Ich konnte jenen branntweinnasigen Schuft, den Israel Hands, sehen — und hören konnte ich es auch, wie er eine Kanonenkugel aufs Deck fallen ließ.
„Wer ist der beste Schütze?“ fragte der Kapitän. „Herr Trelawney zweifellos“, sagte ich.
„Herr Trelawney, möchten Sie mir bitte einen dieser Leute herunterholen? Hands, wenn möglich“, sagte der Kapitän.
Trelawney blieb kalt wie Stahl und prüfte die Zündung seines Gewehres.
„Nun,“ rief der Kapitän, „vorsichtig mit dem Gewehr, Herr, oder Ihr versenkt das Boot. Alle halten die Balance während er zielt.“
Der Squire erhob sein Gewehr, wir hörten auf zu rudern und lehnten uns nach der Gegenrichtung, um das Gleichgewicht zu halten. Und alles wurde so gut gemacht, daß wir nicht einen Tropfen Wasser ins Boot bekamen.
Inzwischen hatten sie die Kanone um die Drehbrasse herumgedreht und Hands, der mit dem Ladestock an der Mündung stand, war infolgedessen am meisten exponiert. Trotzdem hatten wir kein Glück, denn gerade als Trelawney feuerte, bückte er sich, die Kugel pfiff über ihn hin und einer von den anderen vier fiel.
Der Schrei, den er ausstieß, fand nicht nur Widerhall an Bord, es erhoben sich auch eine Menge Stimmen vom Ufer her und als wir in jene Richtung blickten, sah ich die anderen Seeräuber aus dem Walde hervorkommen und an ihre Plätze in den Booten stürzen.
„Die Boote kommen“, sagte ich.
„Also ans Land!“ schrie der Kapitän. „Jetzt nicht mehr darauf achten, ob wir Wasser hereinbekommen. Wenn wir nicht ans Ufer können, ist alles aus.“