„Na Bill, du kennst mich, du kennst deinen alten Kollegen, Bill, nicht wahr, ja?“ sagte der Fremde.

Der Kapitän rang nach Atem.

„Schwarzer Hund!“ sagte er endlich.

„Na, wer denn sonst?“ erwiderte der andere behaglich. „Natürlich, der schwarze Hund, wie er leibt und lebt, kommt seinen alten Schiffskameraden im ‚Admiral Benbow‘ besuchen. Ah, Bill, Bill, wir haben Zeiten erlebt, wir zwei, seit damals, als ich die zwei Klauen da verlor.“ Und dabei hielt er seine verstümmelte Hand in die Höhe.

„Nun gut,“ sagte der Kapitän, „du hast mich eingeholt, hier bin ich, also rede. Was ist’s?“

„Das bist ganz du, Bill,“ antwortete der schwarze Hund, „du hast ganz recht. Dieses herzige Kind hier soll mir ein Glas Rum bringen, denn ich hab den Buben so lieb gewonnen, sag ich dir, und wir zwei wollen uns zusammensetzen, wenn du willst und gradheraus miteinander reden wie alte Schiffskameraden.“

Als ich mit dem Rum zurückkam, saßen die beiden schon, jeder an einer Seite des Frühstückstisches — der schwarze Hund näher zur Tür und seitlich, so zwar, daß er seinen alten Kameraden beobachten und ihm gegebenenfalls auch den Rückzug abschneiden konnte.

Er befahl mir zu gehen und die Tür weit offen zu lassen. „Und du horchst mir nicht an der Türe herum, Söhnchen“, sagte er. Ich ließ die beiden allein und zog mich in den Schank zurück.

Obwohl ich natürlich angestrengt horchte, konnte ich lange nichts vernehmen als ein leises Gemurmel. Aber schließlich wurden sie lauter und ich hörte einzelne Worte, hauptsächlich Flüche, aus dem Munde des Kapitäns.