»Ach ja,« glaubte der Schreiber erwidern zu dürfen.

Ob er den Brief an das staatliche Patentamt aufgesetzt habe?

»Nein, noch nicht.« Joseph habe heute noch keine Zeit dazu gefunden.

»So machen Sie doch, zum Kuckuck!«

Als Joseph den Brief zur Unterschrift vorlegte, ergab es sich, daß das Schreiben falsch war, es wurde zerrissen und mußte noch einmal geschrieben werden. Nichtsdestoweniger behagte ihm die Nachmittagskaffeestunde ausgezeichnet. Außerdem erhielt er von seiner Frau Weiß aus der Stadt eine Antwort auf seine letzte Benachrichtigung. Sie schrieb, er brauche mit Schuldenabzahlen gar nicht zu eilen, das habe gute Zeit. Der Brief war im übrigen ziemlich hausbacken, ja sogar langweilig. Aber hatte er denn etwas anderes erwartet? Nicht im geringsten. Er hielt gottlob diese gute Frau nie für geistreich.

Er bemerkte heute zum ersten Mal eine vernarbte Wunde unter den Ohren am Hals der Frau Tobler.

Woher sie das habe?

Sie erzählte ihm, es komme von einer Operation her, und sie werde sich wahrscheinlich ein zweites Mal an derselben Stelle müssen operieren lassen, da die Krankheit noch nicht geheilt sei. Sie klagte: da werfe man für so eine Sache viel Geld aus, in den Rachen der allezeit kostspieligen Arzneikunst, und von einer wirklichen Heilung sei dann doch nicht die Rede. Ja, diese Menschen, die Ärzte und Professoren, sagte sie, nehmen für den kleinsten, dem Auge des gewöhnlichen Sterblichen kaum bemerkbaren Schnitt mit der Lanzette ein kleines, halbes Vermögen in Empfang, und wofür? Dafür, daß sie irgend einen Fehler begehen, damit man nach kurzer Zeit wieder zu ihnen laufen, und sich von neuem kurieren lassen könne.

Ob es denn schmerze?

»So! Bisweilen!« sagte die Frau.