»Ja,« antwortete Joseph, »ich habe versucht, ihn aufzuhalten, aber es war unmöglich, er sagte, er müsse absolut gehen. Übrigens hat man ja für alle Fälle seine Adresse.«
Er log! Wie einem die Schwindeleien ruhig zum Mund herauskamen. Nein, er hatte nicht sein Möglichstes getan, zu versuchen, Herrn Fischer aufzuhalten. Wenn er solches jetzt behauptete, so war es einfach eine freche, frivole Lüge.
Frau Tobler sagte bekümmert, das werde ihnen beiden ihr Mann sehr übel nehmen, sie kenne ihn genau in diesen Stücken.
Sie schwiegen beide eine Weile. Silvi, das Mädchen, saß auf einem Gartenstein und sang in leisen, dummen Tönen. Frau Tobler befahl ihr zu schweigen. Wie das heiß war, sonnig, gelblich und bläulich. Der Geldmann war jetzt nicht mehr zu sehen.
»Sie haben wohl ein wenig Angst?« sagte die Frau und lächelte.
»O wegen der Angst,« entgegnete Joseph trotzig, »das ist das wenigste. Übrigens kann Herr Tobler mich fortjagen, wenn er will.«
Er solle nicht so sprechen, sagte sie, das sei weder klug noch recht und müsse eigentlich ein recht schlimmes Licht auf seinen Charakter werfen. Natürlich habe er jetzt ein wenig Angst, man könne ihm das ja ganz schön ansehen. Aber er solle sich nur beruhigen, auffressen werde ihn »Karl« nicht können. Es werde heute abend eben ein gelindes Donnerwetter absetzen, auf das dürfe Joseph immerhin sich gefaßt machen.
Sie lachte hell und schön auf und fuhr fort zu sprechen.
Sie habe, sagte sie, immer recht gut den Respekt begriffen, den ihr Mann andern Menschen einzuflößen verstehe. Für Fernerstehende habe er beinahe etwas Furchtgebietendes, das sei so, und sie spreche jetzt ernsthaft, und sie verstehe das ausgezeichnet. Nur sie selber habe nicht die geringste Angst vor Tobler.
»Wirklich?« machte Joseph. Er war ruhiger geworden.