Er lachte laut auf, und zwar absichtlich, um den aufrührerischen Eindruck seiner etwas langen Rede zu besänftigen und zu zerstreuen. Er hatte ein bißchen Angst, jetzt, da er wieder zu sich gekommen war, und um dem empfindlichen Ton seiner Sprache einen lustigen Anstrich zu geben, lachte er, aber es war ein gezwungenes Entschuldigungslachen.

Joseph habe nicht nötig, sagte Frau Tobler nach einigem Stillschweigen, so zu ihr zu reden, einen solchen Ton verbitte sie sich, und sie sei erstaunt, ihn ein solches Betragen annehmen zu sehen. Wenn er so stolz und empfindlich sei, daß er seinen Vorgänger nicht rühmen hören könne, so sei es für ihn besser, sich eine Einsiedlerhütte oben im Wald zu bauen und da zu hausen, wo nur Wildkatzen und Füchse leben, unter die Menschen müsse er dann lieber nicht gehen wollen. In der Welt dürfe einer nicht alles auf eine so scharfe Wage nehmen. Sie werde im übrigen nicht umhin können, ihrem Mann von dem Inhalt seiner sehr sonderbaren Rede Kenntnis zu geben, damit Tobler wisse, woran er mit seinem Angestellten sei.

Sie wollte aufstehen und weggehen. In diesem Augenblick rief Joseph aus:

»Sagen Sie nichts. Ich bitte alles ab. Ich bitte um Verzeihung!«

Frau Tobler streifte den jungen Mann mit einem Blick der Verachtung, sie sagte: »Das ist schon gescheiter« und ging weg.

»Ich habe die höchste Zeit gehabt. Dort unten kommt Tobler!« dachte Joseph, und in der Tat kam eben der Chef, heute unerwarteterweise früher als sonst, nach Hause.

Nach einer Viertelstunde schon, von allem, was geschehen war, peinlich genau unterrichtet, sagte Herr Tobler zu Joseph:

»Sie fangen wohl an, meine Frau schlecht zu behandeln? Was?«

Weiter sagte er nichts. Seiner Frau hatte er, als deren Klagen nicht aufhören wollten, zugerufen, sie solle ihm »weggehn mit so dummen Sachen.«

Tatsächlich hatte der Ingenieur jetzt wichtigere Dinge zu bedenken.