Als er auch noch an die Fahne im Sommer dachte, sah er sich genötigt, zu grinsen, um nicht plötzlich wie ein Schwächling weinen zu müssen. Dann trat Herr Tobler ins Bureau, wie jedesmal, ordentlich guten Morgen sagend. Nichts von Zum-Haus-hinaus-jagen.
Nichts dergleichen!
Joseph setzte seine demütigste und dienstfertigste Miene auf, er war unbeschreiblich froh, daß es noch nicht »so weit« war. Er setzte sich geradezu leidenschaftlich hinter die Erledigung der heute bestehenden geschäftlichen Aufgaben, und er drehte sich alle Augenblicke auf seinem Stuhl um, damit er sehe, was Tobler an seinem Pult machte. Tobler tat das Gewöhnliche.
Was er da gestern für einen Anfall gehabt habe? frug der Chef in unglaublich freundlichem Tone.
»Ja, das war dumm,« sagte der Gehülfe, bescheiden und beschämt lächelnd.
Er brauche nicht zu ängsten. Seinen Gehalt kriege er schon, brummte Tobler.
»O, ich will gar keinen Gehalt. Ich verdiene ihn nicht.«
»Dummheiten,« sagte Tobler, »ich bin, einige Kopflosigkeiten, die Sie sich haben zuschulden kommen lassen, ausgenommen, zufrieden mit Ihnen. Und wenn ich die Fabrik bekomme, um deren Beteiligung ich mich beworben habe, so bleiben wir hoffentlich auch dann noch zusammen. Man wird in diesem Fall auch einen Buchhalter brauchen können.«
Später ging der Chef.
Dora war an diesem Tage krank geworden, nicht ernstlich. Es war nur eine kleine Erkältung, aber diese genügte, um das Mädchen zu pflegen, als wäre ihr letzter Tag herangekommen. Dora lag auf dem Sofa im Wohnzimmer, und als Joseph zufällig sagte, er wolle zur Post gehen, es war gegen Abend, mußte er Dora versprechen, ihr ein paar Orangen oder Apfelsinen aus einer Spezereihandlung mitzubringen, was er denn auch tat.