Um auch das letzte Mißtrauen zu beseitigen, that End einen sehr gewagten Schritt. Er ging allein mit seinem Diener dem Maschemba eine Stunde weit entgegen, wobei er sich sagen mußte, daß, da wir bisher noch keine Proben von der Zuverlässigkeit des Häuptlings erfahren hatten, sein Leben recht gefährdet war.
Aber das im Interesse der Sache unternommene Wagnis gelang und in der That wurde ihm dieses Entgegenkommen von Maschemba und seinen Leuten sehr hoch angerechnet. Es trug ganz besonders dazu bei, daß die von uns gestellten Friedens-Bedingungen bei dem darauf folgenden Schauri sämtlich angenommen wurden. Der folgende von End in der Suaheli-, wie in deutscher Sprache aufgesetzte Vertrag wurde von Maschemba unterzeichnet:
»Ich, Maschemba, Häuptling der Wahiyao um Luagalla und Umgebung verpflichte mich:
1. Ich werde niemals wieder gegen die Deutschen und die ihnen befreundeten Dörfer und Leute Krieg führen.
2. Alle Europäer mit und ohne Soldaten können ohne Gefahr mein Gebiet passieren.
3. Karawanen, vom Innern oder von der Küste kommend, passieren, ohne Hongo (Durchgangszoll) zu entrichten.
4. Die in meinem Besitz befindlichen Hinterlader liefere ich an die Station Mikindani ab.
5. Alle übrigen Gewehre bringe ich zur Stempelung nach Mikindani.
6. Von jetzt ab werde ich alle entlaufenen und bei mir Schutz suchenden Sklaven der Station Mikindani ausliefern, ebenso die von mir in der letzten Zeit ergriffenen Boys und Träger.
7. Ich werde allen Befehlen des Stationschefs von dort Folge leisten.