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Auch mein Freund Schütz gehört zu den fleißigen Mitgliedern der Reinhold Lenz-Gesellschaft. Jede Woche wirft mir Frau Schütz vor:

„Ihr mit euerm abscheulichen Verein! Mein Mann ist erst um fünf Uhr morgens heimgekommen.“

Ich antworte in schönem Baryton:

„Gnädigste, wo es solche Ziele gilt – die Förderung junger Talente – muß einen das Opfer an Stunden nicht gereuen.“

Schütz summt unterdessen sphärische Arien vor sich hin. Der Racker hat also immernoch seine Gesangselevin...

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Als zweiten Vorsitzenden hatte ich meiner Frau stets den Geheimrat v. Huber angegeben, einen uralten Griesgram, der sich nie, oh, niemals in unsern Kreisen blicken läßt. Unseligerweis mußte grade er mit meiner Frau zusammentreffen, und sie verfehlte nicht, von jenem ‚ersten Entwurf zum Urfaust‘ zu reden, den – nach meiner Angabe – die Lenz-Gesellschaft damals in so festlicher Gewandung beraten hätte.

Schon spaltete v. Huber die Lippen, um zu versichern: er wisse nicht das mindeste, keine Spur...