Da trat ich dem alten Mann so energisch auf die Zehen, daß er, selbst er, sofort verstand und sprach:
„Au! Sie tun mir ernstlich wehe –“
– ein Schmerz, den meine Frau, die zartfühlende, sich dahin deutete, daß der Geheimrat irgendwie – sei es von Goethen, sei es von Faust abstammen müsse, und die Erwähnung seiner toten Verwandten berühre sein Familiengefühl.
— — —
Der Fall Huber-Urfaust war mir eine fürchterliche Warnung. Ich beschloß, den Aufenthalt unter dem Damoklesschwert aufzugeben und endlich mal nach so viel Jahren wirklich in die Lenz-Gesellschaft zu gehen.
Freitagabend. Die Extrastube im Eberlbräu. Ein freundlich gedeckter Tisch.
Neun Uhr. Ich der erste Lenz-Gesellschafter.
Zehn Uhr. Noch hat sich mir niemand zugesellt.
„Kathi,“ locke ich die Kellnerin – „ich bin hungrig geworden. Bringen Sie mir die Speisekarte!“