Und stürzt verzweifelt davon – das Heu des Gärtchens vor dem Regen zu retten. Zwei, drei Schiebkarren Heu im ganzen.

Er, der berühmte Professor – nein, der Tiroler Bauer Defregger.

Natura tamen usque recurret.

*

Irgendwo in einer bayerischen Stadt lebte eine Witwe und hatte ihren Sohn verloren – was sie aber am meisten schmerzte: sie hatte kein Bild des Toten.

Auf den Rat irgendeines Freundes fuhr die Witwe nach München zu Lenbach. Ihr Sohn hatte ihr ja einmal, vor sieben Jahren, des langen und breiten erzählt, er wäre mit Lenbach in Italien zusammengetroffen – und wieviel anregende Stunden er in des Meisters Gesellschaft verbracht hätte. Da dachte sich die Witwe: am Ende hat Lenbach ihren Sohn, den prächtigen Jungen, zufällig einmal skizziert oder gar gemalt.

Doch Lenbach konnte sich des jungen Mannes nicht einmal entsinnen.

Die Witwe immer dringender:

„Wissen Sie nicht, Herr Professor? Dort und dort – in Verona, in Neapel – müssen Sie ihn gesehen haben – er schrieb mir, Sie hätten ihn beschenkt, mit Wein bewirtet...“

Da stieg in Lenbach eine ferne, dunkle Erinnerung auf... Er langte nach Bleistift und Papier und zeichnete mit raschen Strichen einen Mann hin.