Man stellte sie einander vor; und nun reichten sie sich die Hände und quetschten – alles in Gegenwart des Begrüßungskomitees – und drückten und preßten, bis ihnen die Augen aus den Höhlen traten – keiner wollte nachlassen, keiner um Schonung bitten – nicht der Riese Leibl, nicht der Athlet Knaus.
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Naturam expellas furca...
Defregger war schon ein sehr, sehr gefeierter Mann, und seine Bilder wurden nicht mit Gold, nein, mit Dollarnoten aufgewogen – da hatte er ein Grundstück in München an der Mandlstraße; ein hübsches Haus, einen hübschen Garten mit ein paar sonnigen Flecken. Hier im Garten pflegte Defregger zu malen.
Nun wars Mai, das Gras üppig gewachsen, Defregger ließ es mähen. Und weil die Leute doch eben an der Stelle, wo er zu malen pflegte, mit den Sensen an der Arbeit waren, mußte Defregger seine Arbeit unterbrechen und ging Freunde besuchen.
Man sitzt in anregendem Gespräch – da stutzt Defregger plötzlich, blickt hinaus auf den Himmel, der sich ein wenig verfinstert hat – blickt hinaus mit großen Augen und stammelt bleich:
„Um Gottes willen – ein Regen zieht herauf.“
„Haben Sie denn keinen Schirm, Meister?“ fragte liebenswürdig die Hausfrau.
„Was – Schirm? Aber mein Heu, mein Heu!“ schreit Defregger.