Stieler hatte mit Menzel irgendeine Angelegenheit zu besprechen, die er gern beim Frühstück erledigt hätte. Nun mußte er den Meister wohl oder übel im Atelier aufsuchen.
Auf langes Klingeln öffnet Menzel endlich. Er ist eben im Begriff, einen Herrn zu verabschieden, wohl einen Kunsthändler.
Der Fremde: „Dreitausend also, wenn ich recht gehört habe?“
„Dreitausend,“ bestätigt Menzel – begrüßt den neuen Besucher und geleitet ihn den langen finstern Flur entlang ins Atelier.
„Halt,“ ruft er plötzlich, „ich muß dem Mann noch was sagen.“
Stürzt an die Tür und schreit ins Treppenhaus, dem Kunsthändler nach:
„Taler! Wohl verstanden: Taler!“
*
Als Knaus, damals schon eine Größe, in München einzog, empfing ihn eine Abordnung von Künstlern – darunter auch Leibl.
Leibl hatte von der herkulischen Stärke des Professors Knaus gehört – Knaus nicht weniger Erstaunliches über Leibls Riesenkraft.