Der Bote wollt ihn stören – Menzel ließ nicht ab. Feste, sagte er, gäbs mehr als genug; ein so schönes Gespann aber komme einem nicht alle Tage in den Wurf.
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Stieler war damals Vorsitzender der Deutschen Kunstgenossenschaft. Menzel nahm ihn im Verlauf des Banketts beiseite (es war Sonntag abend) und bat ihn und zwanzig, dreißig andre Herren zum Schoppen für Dienstag früh. Wohin? Das wollte Menzel den Herren schon noch sagen lassen.
Stieler wäre gern Montag abgereist. Doch um eines Frühstücks mit Menzel willen – nicht wahr? – bleibt man gern noch einen Tag.
So warteten denn dreißig Herren, Stieler mit ihnen, auf die Nachricht von Menzel.
Bis Dienstag morgen keine Zeile. Seine Exzellenz hatte offenbar vergessen...
Man fürchtete: Menzel sitze nun irgendwo an einem Tisch mit einunddreißig Gedecken, ganz allein, und warte auf seine Gäste. Um ihm die Verlegenheit zu ersparen, ließ man bei ihm bescheiden anfragen: wie es denn mit dem Frühstück stände?
Er, der schon längst wieder mitten in der Arbeit war – er knurrte: ob denn die Herren Sonntag abend nicht genug gegessen hätten?
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