Er legte die Quaste aus der Hand, setzte sich an die Staffelei und skizzierte ‚Das Gastmahl der Kardinäle.‘ Da gabs was zu schauen von roter Pracht – vom tiefsten Bordeaux bis zum strahlendsten Feuer. Leider ist das Bild, wie so viele andre seiner Skizzen, niemals ausgeführt worden.

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Makart war ein wortkarger Mann. Einst wurde er Tischnachbar der Geistinger – blieb aber still wie immer.

Eine Weile hörte sichs die Geistinger an. Dann sagte sie:

„Wissen S was, Makart? Schweigen mir jetzt von was anderm.“

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Als Gedon und Leibl in Wien studierten, da wohnten sie zusammen in einem Zimmer.

Eines Abends, zu sehr vorgerückter Stunde, geriet Leibl in irgendeiner Kneipe in Streit mit Makart. Leibl, der Riese, setzte seinen Bierkrug auf den Tisch, daß er in Stücke ging und ihm die Hand zerschnitt. Gedon brachte den blutenden, trunkenen Kameraden heim und schaffte ihn ins Bett.

Gegen drei Uhr morgens ein Rascheln, ein Plätschern, ein Stühlerücken. Leibl hantierte mit der Waschschüssel, am Koffer, am Schrank.

Gedon fragte ihn überrascht: was er denn treibe?