Peter sprach:
„Müssen nur Unternehmer gutbürgerlich essen, Kapitalisten, Banausen, Schiffsreeder, Verleger, Fabrikanten? Warum Dichter nicht, die das Feine doch am innigsten zu würdigen verstehen?“
Hierauf lud Herr Muhr seinen Peter in den Gasthof Sacher.
Sie aßen und tranken.
Peter freute sich: an der wohltemperierten Kühle und Heiligkeit des Saales; an dem diskreten Benehmen der Kellner; der blitzenden Sauberkeit des Tischzeugs; der wohltuenden Ruhe...
Und Peter geriet in außerordentlich lebhaften Zorn: warum, warum hat es der Dichter nicht immer so? – täglich? – sein Leben lang? Warum muß Peter sich in lauten, schmutzigen Kneipen herumschlagen, bei grellem Tellerklappern, warum ekeln Geierfraß schlingen von zersprungen-mißfarbigen Schüsseln?
Warum ist gedämpfte Musik seltener als schmetternde Musik, diskrete Bedienung kostspieliger als indiskrete, warum schönes Porzellan teurer als geschmackloses – wo doch eins mit dem gleichen Kraftaufwand wie das andre herzustellen wäre?
Warum überhaupt ist das vornehme Leben unerschwinglich, statt Allgemeingut zu sein?
Peter schnaubt:
„Wieviel kostet denn dieses gutbürgerliche Mahl?“