Plötzlich hieb er auf den Tisch.
„Dieser Hund,“ schrie er, „– wie heißt der Hund? Rehwald? Abgeschrieben hat ers von mir.“
„Nein, Peter. Nirgends in deinen Büchern steht was Ähnliches. Die Geschichte ist herrlich, aber nicht von dir.“
„Was heißt das? Wörtlich, wort-wörtlich von mir. Genau so hätt ich sie geschrieben.“
*
Gerhart Hauptmann in einem Berliner Salon. Man redet von der bevorstehenden Uraufführung der ‚Jungfern von Bischofsberg.‘
Der Hauswirt allein scheint über die literarische Tätigkeit des Gastes nicht auf dem laufenden zu sein. Er ruft überrascht:
„Sie haben ein neues Stück geschrieben, Herr Hauptmann? Wann ist denn die Uraufführung?“
„Dienstag.“
„Wie schade! Grade Dienstag bin ich nicht frei.“ – Und setzt gleich, sich und den Dichter beruhigend, hinzu: „Na, hoffentlich wird das Stück noch ’n zweitesmal gegeben.“