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Paul Scherbart kam von der Aufführung eines seiner Stücke ins Kaffeehaus.

Er war sehr erbost. Die Zuschauer hatten der wilden Phantasie des Dichters nicht folgen können.

„Sechzehnmal,“ rief er, „– sage und schreibe sechzehnmal hab ick in dem Stück denselben Witz jemacht. Meenst de, de Leute haben jelacht??“

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Saß da einmal die knappe Mehrheit der seligen Elf Scharfrichter im Café Stefanie – saß mit betrübten Mienen, und alle wünschten sich eins: es möchte doch der russische Hofrat kommen, der immer so nobel zu helfen versteht, wenn man in der Klemme ist. Rosenboot hieß er und bohrte sich immer in der Nase; darum nannte man ihn kurzweg Rosenbohrer.

Im Augenblick öffnet sich die Tür, und der russische Hofrat erscheint. Mit einem Blick hat er die Lage erfaßt – beim nächsten Schlag seines guten Herzens beschließt er, einzugreifen. Er langt in die Westentasche und sagt:

„Meine Herren, ich erinnere mich eben, daß ich jedem von Ihnen zehn Mark schulde. Verzeihen Sie, daß ich mich so spät erinnere!“

Langt in die Westentasche und drückt Mann für Mann zehn Mark in die Hand – dem ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften.