Es war an der bukowinischen Front, im Frühling 1916 – da hatten im Schützengraben bei Rarantsche die Beobachter der Batterie Oberleutnant Materna ein Grammophon. Sie ließen es eines Feiertags fleißig spielen: Sänge von Girardi.

Die russischen Feldwachen stellten das Schießen ein und klatschten Beifall.

Beim nächsten Lied steckten sie, um besser zu hören, die Köpfe aus der Deckung.

Beim dritten kamen sie – ohne Waffen – ganz heran. Und sind auch gleich dageblieben.

So hat Alexander Girardi bei Rarantsche vierzehn Gefangene gemacht.

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Lange vor dem Krieg pflegte Wedekind wahrzusagen:

„Der Militarismus Europas – vierzig Jahre Probe und keine Aufführung... Schrecklich, schrecklich, wie das Stück einst durchfallen wird!“

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