Musiker wissen die Frau noch ganz anders zu bezaubern als son Dichter. Sie empfinden auch heißer.

Eines Tages ging der Musiker mit der Schloßfrau nach Italien durch; nicht ohne den Zyklus ‚Amneris‘ mitzunehmen.

Und schickte von seiner Reise malzumal ein paar Notenblättchen an den Dichter – die Vertonung von ‚Amneris‘.

’s ist eine sehr einheitliche Schöpfung worden – der Text und die Musik. Kein Wunder: wo beide Urheber inspiriert von Einer Frau waren.

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Wie einen das Leben manchmal um eine Freude und Ehrung bringt, hat Max Halbe einst erfahren müssen und pflegt es zu guter Stunde zu erzählen:

Seine ‚Jugend‘ war in Berlin mehr als dreihundertmal gegeben worden, da schrieb er den ‚Amerikafahrer.‘

Am Tag der Aufführung kam Siegmund Lautenburg, Direktor des Residenztheaters, auf den Dichter zu und sprach verheißungsvoll:

„Mein lieber Halbe, Sie wissen nicht, was Ihnen bevorsteht. Wenn Ihr Stück heute Erfolg hat, werde ich Ihnen Brüderschaft anbieten.“

Nach der Vorstellung rief Lautenburg: