Da schlug ich vor, die Arbeit für heut abzubrechen. Ich werde mit dem Dampfer nach Leoni fahren (aufs andre Seeufer). Meyrink bleibt die Nacht daheim in Starnberg. Wir beide werden nachdenken, werdens überschlafen, was unser Repelaar zum Stichwort ‚Kuh‘ zu sagen hätte.
Gut, wir nehmen Abschied voneinander – Meyrink bleibt – ich besteige den Dampfer.
Als der Dampfer aber – Sonntag nachmittag, dick besetzt mit Ausflüglern – den Starnbergersee quert, bemerke ich eine sonderbare Bewegung auf Deck. All die hundert Menschen drängen nach Steuerbord.
Ich folge der Schar und sehe ein Schiff von fern mächtig heranschießen – der Ruderer will offenbar den Kurs des Dampfers kreuzen. Die Leute auf Deck sind gespannt, ob es dem Ruderer gelingen werde...
Es ist Meyrink. Er kommt heran, findet mich unter den Hunderten heraus, formt die Hände zur Trompete und schreit mir zu:
„Die wackere Kuh – sie liefert uns den trefflichen Spinat.“
... Ihm war die vielgesuchte Wendung des Dialogs eingefallen – er beeilte sich, sie mir noch rasch mitzuteilen...
Zuerst glotzten die hundert Ausflügler nur dumm. Einen Augenblick später bebte der Sonntagsdampfer unter ihrem Gelächter.
*
Es war einmal von den Sachsen die Rede. Da sagte Gustav Meyrink: