Er ging aufs Steueramt und wehrte sich.

„Herr,“ antwortete man ihm, „Sie haben selbst angegeben...“

Doch Meyrink sah garso kläglich drein – da fragte der Beamte:

„Was sind Sie von Beruf?“

„Schriftsteller.“

„O mei, o mei,“ rief der Beamte. „Schriftsteller. Des is a traurigs Gschäft. Da zahlen S’ halt 2 Mark 80.“

*

Vor Jahren einmal schrieb ich in Starnberg bei München mit Gustav Meyrink ein Stück. Wir arbeiteten wie die Bienen – von morgens früh bis abends spät.

Da hatten wir eine Figur in unserm Stück, den alten Rittmeister Repelaar, einen alten, gebrechlichen Mann, der in einer Sauerstoffzelle lebte. Nur zu den Aktschlüssen holten wir ihn aus seiner Zelle. Er sprach dann drei, vier Sätze: und sie mußten das Witzigste sein, was Meyrink und Roda irgend ersinnen konnten.

Eines Sonntags gegen fünf nachmittag waren wir wieder so weit: Repelaar sollte auftreten. Doch wir hatten seit dem Morgen geschrieben – uns fiel das rechte Aperçu für unsern Repelaar nicht ein.