Ich wünschte ihm herzlich Glück, ersuchte ihn aber, mich mit meinem Schmerz allein zu lassen.

„Kein Gedanke,“ sagte er. „Grade auf Tante Emmys Sterbelinnen hab ichs abgesehen, es wird mein Atelierprunkstück werden. Das mußt du mir borgen.“

„Alles will ich gern opfern, lieber Makula – daß ich mich aber von dem einzigen Erbstück Tante Emmys trennen soll, wirst du nicht verlangen.“

„Mann Gottes, hier hast du hundert Mark, und halt den Mund! Oder bist du nicht zufrieden? Gut, dann will ich dir noch fünfzig Mark verabreichen, wenn ich einen zweiten Schinken verklopft hab.“

– Tante Emmys Plüschvorhang wanderte zu Richard Makula auf das neugemietete Atelier.

— — —

Als ungefähr sechs Wochen vergangen waren, meinte ich, Makulas Stern müßte durch Verkauf eines zweiten Bildes neu vergoldet worden sein, und stieg die vier Treppen zu ihm hinan.

Im Flur keine Seele.

An der Tür kein Schild.