Ich verdiene, versetzte ich todtenbleich, mein Herr, ich verdiene... allerdings weniger, als ich ohne Zweifel in der Folge verdienen werde;... aber ich habe einen Stand...
Er unterbrach mich: drum eben, weil Sie einen Stand haben, und weil dieser Stand Maler ist, stelle ich meine Frage. Es wird Ihnen das Sprichwort nicht unbekannt sein. Ihr Stand bringt zuweilen Ruhm ein, aber nicht immer Brod. Meine Tochter hat nichts. Was haben Sie? Oder besser, um auf meine Frage zurückzukommen: wie viel verdienen Sie durchschnittlich im Jahr?
Ich verdiene...
Es gab kein anderes Mittel, ich mußte lügen oder die Frage nicht verstehen... da klopfte es an meine Thüre.
Wer liebt eine plötzliche Umwandlung? Aristoteles rühmt die Knotenschürzung und ihre plötzliche Lösung; es lebe Aristoteles! Was in der Welt ist nicht eine gute, glückliche Lösung werth! Lucy, mein guter Engel, meine Vorsehung!!
Ich hatte geöffnet. Ein Livreebedienter trat ein und trug zwei große Beutel Geld. In meinem Entzücken ließ ich ihn gewähren. Er legte dieselben auf den Tisch und öffnete den einen, Haufen blanker Thaler fielen daraus hervor und er stapelte sie auf, damit ich sie nachsehen konnte. Dann reichte er mir ein Papier dar: hier ist die Rechnung: Funfzehnhundert Francs für die beiden Kopien. Milady hat mir aufgetragen, sie sammt dem Originale mitzubringen, wenn Sie erlauben.
Nun war alle Verlegenheit weg! Es ist gut, versetzte ich. Ich will Ihnen die Kopien geben. Hiernach wendete ich mich wieder zu dem Feldmesser, der sich erhoben und seinen Hut bereits genommen hatte: wie ich die Ehre Ihnen zu sagen hatte, ich verdiene durchschnittlich...