Ich befand mich in einem so aufgeregten Zustande, daß mir die Worte fehlten. Glückseligkeit, Verwirrung und Scham trieben mein Herz in heftigen Schlägen und durchglüheten mein gebräuntes Antlitz mit brennendem Feuer. Ich hielt den Rest meines Stückes Schwarzbrod noch in der Hand.
Sie haben keine gute Mahlzeit bekommen, wie es mir scheint, sagte der Greis. Sagen Sie mir doch, in welchem Gasthofe sind Sie gewesen?
Bei Landleuten, mein Herr, die mich diese Nacht beherbergten.
Und wohin dachten Sie heute Abend zu gehen?
Nach Lausanne.
Wie, so weit? fiel die junge Miß ein, und im bloßen Kopfe, wie Sie sind.
Vielleicht noch weiter! Allenthalben hin, Fräulein, bis ich meinen Onkel gefunden habe! Und Thränen traten mir in die Augen.
Er hat sonst niemand mehr! sagte sie zu ihrem Vater. Dabei warf sie einen Blick voll Mitleid auf mich, dessen Zauber die kühnsten Träume verwirklichte, welche ich an meinem Fenster gehegt hatte.
Mein Sohn, hub der freundliche Greis wieder an, Sie bleiben bis Lausanne bei uns und wir geben Sie dort in die Hände Ihres Oheims. Sie haben da einen wilden Streich gemacht. Wovor fürchteten Sie sich denn so sehr?