Vor Jahren, vor langen Jahren war's einmal auf steinigem Acker, ein schwacher Greis beugte sich unter der Last seiner schweren Arbeit. Im Brande der Sonne machte er eine unfruchtbare Haide urbar; der Schweiß rann ihm von der kahlen Stirne und die Hacke zitterte in seiner dürren Hand.
In dem Augenblick kam ein Reiter den Rain entlang. Beim Anblicke des Mannes zügelte er seinen Lauf: Ihr habt wol Eure liebe Noth? fragte er. Der Greis hielt ein und gab durch eine Geberde zu erkennen, daß ihm die Noth nicht fehle; dann nahm er die Hacke wieder zur Hand und sprach: Man muß sich in Geduld schicken, um den Himmel zu verdienen!
Ferne, aber gewaltige Erinnerungen, deren jede einen ganz verschiedenen Keim in sich birgt. Welcher ist's, der aufsprießen wird?....
Ist die Nacht hinter der kurzen Dämmerung ewig? Dann laßt mich anstoßen mit euch, fröhliche Kumpane! laßt mich mit euch des Lebens genießen, Trotz biete ich dir, Freund Hain!... Dann stelle ich all mein Sach' auf das Leben und auf mein Haupt: Ehre, Tugend, Humanität, Reichthum; denn mein Gott bin ich, meine Ewigkeit diese wenigen Tage, mein ganzer Antheil an der Glückseligkeit so viel ich vom Antheil Anderer erhasche, so viel ich Freuden aus meinem Körper gewinne, so viel ich meine Sinne entzücken kann! Ehrlich – wenn ich stark, reich, wohl vom Schicksale bedacht; achtbar aber auch dann, wenn schwach, ich List gebrauche, wenn ich arm, stehle; wenn ich enterbt, im Finstern wandle, um mir meinen Antheil vom Erbe zu verschaffen; denn meine Nacht nahet und ich habe ein gleiches Recht zum Genuß!
Und will in's Leichentuch uns hüllen
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Lustiges Liedlein, wie düster erscheinst du mir! Du gleichst dem blühenden Hügel, der vermoderte Gebeine bedeckt!