Bald wird es das All umfangen.


Zweiter Teil


§

Nach acht Tagen begann Clerambault wieder auszugehen. Aus der furchtbaren Krise, durch die er sich gerungen, ging er gebrochen, aber entschlossen hervor. Der Überschwang der Verzweiflung war von ihm gefallen, ihn beseelte einzig mehr ein stoischer Wille, der Wahrheit bis in ihre letzten Schlupfwinkel nachzudringen. Aber das Erinnern an seine geistige Verwirrung, in der er sich so wohl befunden, und die Halblüge, die so lange seine Nahrung gewesen war, machte ihn unsicher und demütig. Er mißtraute der eigenen Kraft, und um Schritt für Schritt weiterzukommen, fühlte er sich bereit, den Rat von Erfahreneren als Führung anzunehmen. Er erinnerte sich, wie Perrotin damals seinen vertraulichen Überschwang mit ironischer Zurückhaltung aufgenommen. Damals hatte sie ihn verwirrt, nun zog sie ihn an. Sein erster Besuch nach der Genesung galt dem klugen Freunde.

Obwohl Perrotin sich besser auf Bücher als auf Physiognomien verstand — ziemlich kurzsichtig und ein wenig egoistisch, gab er sich selten Mühe, etwas zu beachten, das er nicht unbedingt brauchte — so konnte er doch nicht umhin, die Veränderung der Gesichtszüge Clerambaults sofort staunend zu bemerken.

„Was ist, mein guter Freund“, rief er ihm zu, „waren Sie krank?“

„Ja, wirklich sehr krank“, antwortete Clerambault, „aber es geht mir schon besser, ich habe mich schon erholt.“

„Ja, das ist für uns der grausamste Schlag“, sagte Perrotin, „in unserem Alter einen Freund zu verlieren, wie es für Sie Ihr armer Sohn war.“