„So ein kleiner Lügenbeutel! Warten Sie nur! Sie kennen mich ja gar nicht.“

„Doch! Und ob! Wir haben uns ja, ich weiß nicht wie oft, gesehen.“

„Drei Mal, heute mitgerechnet.“

„Sehen Sie! Sie erinnern sich daran! Sie geben also zu, daß wir alte Bekannte sind!“

„Was Sie nicht sagen!“

„Ja, was wär’ da noch alles zu sagen, das meine ich auch . . . Kommen Sie, setzen wir uns hier nieder . . . nur einen Augenblick, bitte, bitte! Man sitzt so schön, am Wasser!“

(Sie waren beim Galatheen-Brunnen, den Arbeiter gerade mit einer Verschalung zum Schutze gegen Bombensplitter versahen.)

„Ich kann nicht, ich versäume meine Tramway.“

Sie nannte die Abfahrtszeit. Er bewies ihr, daß sie noch mehr als fünfundzwanzig Minuten Zeit hätte.

Das wohl, aber sie wollte erst da drüben, an der Ecke der Racinestraße, ihr Vesperbrot kaufen; dort gab es so gute Semmeln. Da zog er ein Brötchen aus der Tasche.