Also ging der Lobgesang auf dem Sumpfe. Und ich trat näher herbei und siehe, da war das Tanzen kein festlicher Reigen und der Lobgesang kein Psalm.
Denn die, so da tanzten um jegliches Kalb, hielten das ihrige für das alleinige und rechte, und befehdeten grimmiglich alle, so da um ein anderes tanzten.
Sie hoben den Schlamm auf aus dem Sumpfe und bewarfen die Tänzer nebenan mit dem Schlamme, hinüber, herüber, daß die Luft davon verfinstert ward.
Und ein großes Geräusch erscholl, das war wie das Kratzen von zehntausendmal zehntausend Federn, die über zehntausendmal zehntausend Bogen Papier fahren.
Und das Geräusch nahm zu und ward gleich dem Heulen des Sturmwindes, und die schwarzen Ströme schwollen an gleich dem Meere, über das der Sturmwind einherfährt.
Und aus dem Sumpf wirbelten schmutzig weiße Wolken auf, die ballten sich übereinander gleich Ungewittern und bedeckten den Erdkreis mit Finsternis.
Und ein ungeheurer Staub ging daraus hervor, und aller Sand, der von dort kommt, wo es kahl und flach ist auf Erden, ward heruntergestreut in die Augen und Ohren derer, die da Augen haben, zu sehen und Ohren, zu hören.
Und ich fürchtete mich sehr und fiel auf mein Angesicht und schrie: Erbarme dich, Herr! Eine neue Sündflut will hereinbrechen und ersticken alles Lebendige in einem Element voll Gräuels und Unsauberkeit, das tückischer ist denn Wasser und gefräßiger denn Feuer.
Da hörte ich eine Stimme durch den Himmel schallen, die war wie ein großes Gelächter.
Und die Stimme des großen Gelächters rief: Mache die Augen auf, du Menschenkind, und fürchte dich nicht! Denn siehe, es ist alles nur Papier, eitel Papier!